Pfingsten 2025 – Gesa und Hauke
Freitag – Anreise und Auftakt auf dem Wannsee
Die Pfingstwanderfahrt führte 2025 nach Potsdam und Berlin. Die Teilnehmer reisten individuell zum Berliner Ruder-Club (BRC) an, wo insgesamt drei Boote für die Fahrt zur Verfügung standen: Zwei geliehene Boote vom Berliner Ruder-Club und ein Boot von Astoria. In Summe nahmen 15 Ruderinnen und Ruderer teil.
Am späten Nachmittag wurde von einigen Ruderern das Astoria-Boot übernommen, und eine erste kleine Runde auf dem Wannsee in der Abendsonne bot einen angenehmen Auftakt. Am Steg trafen wir auf Matze, den viele noch aus seiner Oldenburger Zeit kennen und der nun in Berlin erfolgreich Ruderer trainiert.
Übernachtet wurde in einem Schlafsaal im altehrwürdigen Gebäude des Berliner Ruder-Clubs (BRC). Hier richteten wir für das gesamte Wochenende unser Lager ein, Klassenfahrt-Vibes durch Hochbetten inklusive.
Samstag – Auf dem Wannsee, Geburtstagsfeier und Potsdam
Der Tag begann mit einem gemütlichen und ausgesprochen opulenten Frühstück auf der Vereinsterrasse – begleitet von zwei Überraschungs-Geburtstagskuchen für Margret. Danach gab es 15 Minuten Personal Time, die sich rückblickend als die einzigen ruhigen 15 Minuten des gesamten Wochenendes herausstellen sollten.
Die anschließende Fahrt führte über den Großen Wannsee, vorbei an der Pfaueninsel, der Glienicker Brücke und mehreren prächtigen Schlössern. Das Boot „Quintett“ musste leider unterbesetzt als Quartett rudern, meisterte die Strecke jedoch souverän.
Ein aufziehendes Gewitter zwang die Gruppe hinter dem Schlänitzsee unter eine Brücke – ein anspruchsvolles Manöver mit wenig Platz. Sicher angelegt wurde auf beiden Uferseiten der Geburtstagskuchen serviert und gesungen.

Die Weiterfahrt entlang der Wublitz und über den großen Zernsee machte gesättigt und trocken dann doppelt so viel Spaß. Später wurde für die kurze Mittagspause auf der Insel Werder angelegt. Weiter ging es Richtung Caputh, wobei bei einem erneuten Gewitter zwei Boote Schutz an einem Segelsteg suchten, bevor die Rückfahrt durch Potsdam führte – vorbei am Schloss Babelsberg und zahlreichen Villen. Der Tag endete gemütlich mit Pizza in der Bootshalle des Berliner Ruderclubs.
Sonntag – Stadtdurchfahrt Berlin und Manöverkunst

Am Sonntag begann der Tag erneut mit Frühstück auf der Terrasse. Nach dem Vorbereiten der Boote musste wegen eines kurzfristig aufziehenden Gewitters zunächst wieder am Steg gewartet werden. Anschließend legte die Gruppe bei strahlendem Sonnenschein ab und es ging diesmal über den Großen Wannsee Richtung Berlin.
Nach einer kurzen Rast am Stößensee folgte eine anspruchsvolle Passage durch den Hauptgraben und den Jürgengraben, die mit zahlreichen Manövern meisterhaft bewältigt wurde. Weiter ging es über die Unterspree und den Landwehrkanal Richtung Stadtmitte. Zur Mittagspause legte die Gruppe am Tiergartenufer gegenüber dem Berliner Zoo an.
Die Fahrt führte anschließend entlang der Spree, vorbei am Molecule Man mit Blick auf die Oberbaumbrücke, entlang des Treptower Parks und in den Britzer Verbindungskanal. Die Boote wurden schließlich beim Ruderverein Wiking abgelegt. Der Abend klang mit einem indischen Abendessen aus, bevor die Gruppe mit der S-Bahn zurück zum Berliner Ruderclub und zur Übernachtung fuhr.
Montag – Rückfahrt und Abschluss
Früh am Montag begann die Rückfahrt zu den Booten per S-Bahn. Die abschließende Etappe führte über den Teltowkanal sowie die Seen Stölpchensee und Pohlesee wieder zurück zum Berliner Ruderclub. Leider blieb auch diesmal nur wenig Zeit für Pausen; die Schleuse stellte die einzige längere Unterbrechung dar, da viele Teilnehmer ihre Zugverbindungen einhalten mussten.

Zurück im Ruderclub nutzten einige noch die Gelegenheit für ein kurzes Bad im Kleinen Wannsee, bevor die Heimreise angetreten wurde. Trotz der intensiven Tour war die Stimmung gut, und die Wanderfahrt hinterließ bei allen Beteiligten bleibende Eindrücke von abwechslungsreicher Natur, eindrucksvollen Bauwerken und gemeinschaftlichem Engagement. Für die vielen unvorhersehbaren Ereignisse konnte durch Spontanität und Zusammenhalt immer eine gute Lösung für alle gefunden werden.
Die Pfingstwanderfahrt 2025 bewies einmal mehr, dass Rudern nicht nur sportliche Herausforderung, sondern auch kulturelles und gemeinschaftliches Erlebnis sein kann. Sie verdient eine Wiederholung. Alle Teilnehmer danken Sven Seidensticker für die hervorragende Organisation. Die kommende Pfingstwanderfahrt in diesem Jahr führt nach Brandenburg an der Havel.










