ORVO-Teams als sichere Renditechance?

Bericht von der Dove-Elbe-Rallye 2026

von Sven

Auch wenn die, mindestens wörtliche, Verwandtschaft zwischen Angelsachsen und Niedersachsen nicht zu leugnen ist, hat sich bei unseren Freundinnen und Freunden aus dem Mutterland des Ruderns eine unbestrittene Lust am Wetten entwickelt. Oder sie haben sich diese Lust bewahrt und sie ist bei uns verloren gegangen. In den Geschichtswissenschaften wird intensiv debattiert.

Wäre es bei der Dove-Elbe-Rallye am 25.04.26 möglich gewesen, Wetten zu platzieren, wären die Teams des ORVO eine sichere Bank gewesen und hätten mit guten Quoten bestimmt ein bisschen Geld ins Portemonnaie gespült. Insgesamt sind vier Boote des ORVO bei der Regatta in Hamburg-Bergedorf gestartet, von denen, so viel sei vorab verraten, die Hälfte auch ihre jeweiligen Rennen gewinnen konnte! Eine Gewinnchance von 50%, sagenhaft.

Bei den Riemen-Gigbooten belegte in der Altersklasse Masters E, das Team um Alexej Panov, Matthias Lemmler, Anjo Buschmeier, Ulrich Westendorf, gesteuert von Wiltrud Lemmermöhle, den ersten Platz mit einer Zeit von 01:01:05. Knapp dahinter in der gleichen Altersklasse errang das Team mit Klaus Wulff, Wolf Tegemann, Thorben Jeddeloh und Paul Gellert, gesteuert von Dorothee Ihnen den zweiten Platz. Sie benötigten für die 13 km lange Strecke eine Zeit von 01:04:59. Hier hätte sich eine geschickt platzierte Wette also schon bezahlt gemacht.

Bei den Frauen im Gig-Doppelvierer belegten Dorothee Ihnen, Bernadette Diederichs, Julia Schillmüller, Petra Wahrenburg und Katja Einsle einen guten dritten Platz mit einer Zeit von 01:04:51.

Schnellstes ORVO-Boot bei der diesjährigen Dove-Elbe-Rallye war der Masters B Gig-Doppelvierer mit Marianne Weitzel, Kim-Lena Dammann (BRC Hansa), Jörn Hecht und Sven Seidensticker mit einer Zeit von 56:09 Minuten. Damit siegten sie ebenfalls souverän in diesem Rennen und konnten ihre Siegesserie auf mittlerweile vier Siege in Folge ausbauen. Für alle Freunde der Statistik soll zu diesem Team noch eine kleine Anekdote erzählt werden: Das Team wurde von Volker Zaehle gesteuert, der eigens dafür von der Rudergesellschaft Hansa aus Hamburg ausgeliehen wurde und das Boot souverän durch die wellige Strecke manövrierte. Gemäß Volkers Ruderchronik war dies der erste Sieg seit 1977 (!) mit ihm als Steuermann in einem ORVO-Boot. Im Boot, das Volker damals steuerte, saß unter anderem Wolfgang Horn, nach dem das Boot benannt ist, das er dieses Mal steuerte.

Eine schöne Geschichte und die vier Rudernden haben sich gefreut, dass sie auf Volker zählen konnten. Wer darauf gewettet hätte, hätte sicher einen ordentlichen Gewinn einstreichen können. Da wir (Nord-)Deutschen aber nicht so auf Sportwetten stehen, gab es kein Wettbüro bei der Dove-Elbe-Rallye und dieser Artikel schließt mit dem Hinweis, dass es bestimmt sicherere und risikoärmere Varianten gibt, um sein Geld anzulegen.

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