Women’s Rowing Challenge – Wir waren dabei!

Wettkampfmäßig ist im Januar wenig los und für die Frauen wollen wir auch mal was machen; das könnten die Gedanken von Concept2 gewesen sein, als sie 2018 zum ersten Mal diesen bundesweiten Wettkampf ausgeschrieben haben.

Concept2 ist der größte Hersteller von Ergo-Rudergeräten und SkiErgs. Die Idee des Wettkampfes ist so schön wie einfach: der Verein, der die meisten Kilometer auf dem Ruderergometer zurücklegt, gewinnt; also eine feine Teamangelegenheit. Dafür müssen so viele Ruderinnen ab 12 Jahre wie möglich motiviert werden, mitzumachen. Mitmachen bedeutet, an vier aufeinanderfolgenden Wochen festgelegte Zeiteinheiten auf dem Ruderergometer zu fahren; in der ersten Woche 8 Minuten, in der zweiten 15, in der dritten 22 und in der vierten Woche 30 Minuten. Die Kilometer werden jeweils zum Ende der Woche an Concept2 übermittelt.

Eigentlich war es eine ziemlich spontane Aktion. Eine Woche vor Start haben Svenja Bredenförder und ich begonnen, Frauen anzusprechen und der Zuspruch war unerwartet hoch und hat uns sehr gefreut. Nicht nur, dass Leistungs- und Breitensportlerinnen gemeinsam dabei waren. Toll war auch, dass Frauen mitgemacht haben, die ansonsten dem Ergo-Rudern – drücken wir es freundlich aus – eher nicht zugeneigt sind und wir dann auch noch, neben aller Anstrengung, ganz offensichtlich großen Spaß dabei hatten. Es gab zwei feste Zeiten, an denen wir uns getroffen haben. Zusätzlich sind einige alleine oder zu zweit gefahren. Es gab sogar eine Teilnehmerin, die zu Hause auf ihrem Ergometer gefahren ist und ihre Ergebnisse wöchentlich an Svenja Bredenförder weitergeleitet hat.

Was ist bemerkenswert an den Ergebnissen?

Bei dem kurzen Vorlauf können wir mit dem 22. Platz bei 88 teilnehmenden Vereinen  sehr zufrieden sein. Dieses Ergebnis klingt noch besser, wenn man weiß, dass wir mit 24 Frauen an den Start gegangen sind und der Siegerverein mit 200 Frauen. Dabei haben wir mit unserer durchschnittlich gefahrenen Kilometerleistung je Person von 13 km den gewinnenden Verein sogar übertroffen. Das ist eine super Team-Leistung!

Wollen wir also im kommenden Jahr in der Liste weiter oben stehen, brauchen wir nur mit mehr Frauen an den Start zu gehen.

Neben der Vereinswertung veröffentlicht Concept2 eine altersbezogene Wertung in den Kategorien: U30, Ü30, Ü40. Auch hier haben wir hervorragend abgeschnitten.

Besonders herausragend sind folgende Einzelleistungen: Bei den U30-Frauen belegen Isabel Sturm den 6. Platz und Svenja Bredenförder den 13. Platz von insgesamt 962 Frauen. Sabine Aukamp errang bei den Ü40-Frauen den 7. Platz von sage und schreibe 1.155 Teilnehmerinnen. Und sicher ist es okay hier zu schreiben, dass Sabine das Ergo-Rudern eigentlich ganz, ganz schrecklich findet und als Langstreckenruderin – nach ihrer bisherigen Einschätzung – für kurze Strecken völlig ungeeignet ist. Was für eine herrliche Fehleinschätzung.

Und weil wir uns sicher sind, dass noch mehr Frauen und Jugendliche Lust hätten, dabei zu sein, haben wir uns fest vorgenommen, für den nächsten Challenge früher mit den Vorbereitungen und der Ansprache unserer Ruderinnen zu beginnen.

Bericht: Claudia Grove