Rudern im Naturschutzgebiet?

Vor ca. 4 Wochen haben wir von dem Entwurf „Verordnung über das Naturschutzgebiet Mittlere Hunte“ erfahren.

In der NWZ wurde in den letzten Tagen mehrfach darüber berichtet und einige besorgte Anfragen zu diesem Thema erreichten uns.

https://www.nwzonline.de/plus/oldenburg-neues-naturschutzgebiet-in-oldenburg-bald-keine-ruderer-mehr-auf-der-hunte_a_50,4,2970906866.html

Deshalb möchten wir euch hiermit über den aktuellen Stand aus unserer Sicht informieren. Die Originaldokumente des Landkreises Oldenburg sind auf der Homepage des LK OL einzusehen. https://www.oldenburg-kreis.de

Vom ORVO wurde am 26.04.2019 direkt mit dem LK OL in Wildeshausen ein Gespräch zu diesem Thema geführt. Unsere Bedenken und Anregungen wurden dort vorgetragen. Eine schriftlich Stellungnahme haben wir in der letzten Woche gemeinsam mit dem Ems-Jade-Weser/Team-Nordwest e.V. an den Landkreis und die Stadt Oldenburg versendet.

Die Widerspruchsfrist ist damit eingehalten.

Unser Ziel ist es eine schriftliche Befreiung zu erhalten, die uns den Ruderbetrieb im gewohnten Rahmen zusichert.

Für Rückfragen eurerseits stehen wir gerne zur Verfügung.

Manja Simon, Jan Hurling und Timm Wöltjen

5 Kommentare

  1. Richtig gemacht und Widerspruch eingereicht! Nach dem Lesen des Verordnungsentwurfes kam mir der Gedanke das ein ganzjähriges Verbot für unmotorisierte Wasserfahrzeuge von einer Länge über 6 m und einer Breite über 1 m im oberen Hunteabschnitt sich auch so interpretieren ließe: Das Verbot gilt nur wenn ein Boot beide Kriterien erfüllt. D.h. länger als 6m und breiter als 1m. Fast alle Ruderboote sind länger als 6m. Aber wie wird die Breite gemessen? Nur der Rumpf oder mit Auslegern und Sulls/Riemen? Mißt man nur den Rumpf, läge man bei einer Breite unter einem Meter und die Verordnung würde nicht greifen.
    Vielleicht kann mein Denkansatz helfen!

  2. Die Sicht von Dietmar teile ich, weil in der Breite unserer Boote ein mögliches Schlupfloch existiert! Die Frage ist nur, wo ist aus Sicht der Naturschutzbehörde verbindlich Länge und Breite von Wasserfahrzeugen definiert?
    In dem Zusammenhang bemerkenswert: Das NSG 240 „Barneführer Holz und Schreensmoor“ legt in den Schutzbestimmungen unter §3 das Verbot für Wasserfahrzeuge mit max. Abmessungen von einer Länge >6m ODER einer Breite >1m fest!! Würde das so übernommen, hätten wir keine Chance.
    Wolfgang Becker

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